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Leipzig: Rund 300 Menschen feiern Auszug des „Tönsberg“

Nach einem „antifaschistischen Festbankett“ vor dem jüngst ausgezogenen „Thor Steinar“-Laden in der Leipziger Innenstadt demonstrierten ca. 300 Menschen in den Ortsteil Lindenau, wo sich seit November 2008 die NPD in einem Haus niedergelassen hat

Mit der Streckenführung wollten die Organisatoren, das Ladenschlussbündnis und das Antifaschistische Netzwerk Leipzig-West, deutlich machen, dass extrem rechte Einstellungen, ob subtil in modischen Lifestyle verpackt oder unmissverständlich durch entsprechende Parteien und Organisationen propagiert, auf Widerspruch und Widerstand treffen.

„Natürlich gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Thor Steinar und NPD respektive deren jugendlicher Basis, die sich aus den neonationalsozialistischen „Freien Kräften“ rekrutiert. Den inhaltlichen Zusammenhang allerdings bilden positive Bezüge auf den Nationalsozialismus, Sozialdarwinismus und Gewaltaffinität, der sich sowohl in den Kollektionen von Thor Steinar als auch in der Programmatik der NPD finden“, erklären die Organisatoren die Motivation der Veranstaltung.

Auf der Strecke durch die Odermannstraße provozierten die sich im Gebäude befindlichen Personen die friedlichen Demonstranten, indem sie Fugblätter über den Zaun warfen. Die Demonstration endete nach dieser kurzen Störung wie geplant auf dem Lindenauer Markt.

„Mit 2 Abgeordneten wird die NPD im neuen Leipziger Stadtrat vertreten sein. Auch zu den Landtagswahlen Ende August wird die Partei mit Direktkandidaten und eigener Liste aufwarten. Sie strebt den Wiedereinzug ins Landesparlament an. Es ist längst nicht ausgemacht, dass sie dabei an der 5%-Hürde scheitert. Die bei den Kommunalwahlen verbuchten 2,9 % Stimmanteil für die NPD sind kein Grund zur Entwarnung, Kommunalwahlen lassen sich nicht mit Landtagswahlen vergleichen, zudem trat die Partei kommunal nicht flächendeckend an.“

Thor Steinar konnte sich in dieser Stadt aufgrund kontinuierlicher Proteste und Kritik nicht etablieren. Ebenso muss verhindert werden, dass die NPD als „normale“ Partei an Akzeptanz und Terrain gewinnt.

Quelle:
Ladenschluss-Bündnis Leipzig/ 30.06.2009

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