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Thor-Steinar-Laden in Halle: Vermieter spricht Kündigung aus

Mieter soll umgehend ausziehen – Noch unklar, ob Ladenbetreiber rechtliche Schritte unternimmt

HALLE/MZ/GO. Es sieht nach einem kurzen Gastspiel aus: Der erst vor anderthalb Monaten eröffnete Thor-Steinar-Laden in Halle wird die Geschäftsräume wohl bald verlassen müssen. Nach MZ-Informationen hat der Hausbesitzer dem Mieter fristlos gekündigt. Halles Stadtverwaltung hatte sich stets von dem Laden distanziert. Die nun ausgesprochene Kündigung wollte Innendezernent Bernd Wiegand gestern indes nicht kommentieren, um das Verfahren nicht zu erschweren.

Das Geschäft am oberen Boulevard firmiert unter dem Namen „Oseberg“. Zum Sortiment gehört auch die bei Rechtsextremen beliebte Kleidung der Marke Thor Steinar. Das Mode-Label spielt mit Annäherungen an den Rechtsextremismus; ein früheres Logo der Firma war gerichtlich verboten worden, weil es deutliche Ähnlichkeiten zu NS-Symbolen aufgewiesen hatte. Das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung ist in Sachsen-Anhalt nicht verboten.

Das Geschäft in Halle wurde Anfang Juni eröffnet. Seitdem gab es immer wieder – auch gewalttätige – Proteste gegen den Laden. So warfen Ende Juni drei junge Männer Mülltonnen in die Schaufenster des Verkaufsraums.

Unklar ist, ob der Mieter rechtliche Schritte unternimmt. Erst im Januar – zwei Jahre nach seiner Eröffnung – wurde der Thor-Steinar-Laden im Magdeburger Hundertwasserhaus geräumt. Das Oberlandesgericht Naumburg hatte eine Klage des Mieters abgewiesen. Der Ladenbetreiber hat allerdings auch beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt. Die Entscheidung darüber steht noch aus.

Quelle:
Mitteldeutsche Zeitung/ 17.07.2009

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