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Archiv für August 2010

Kampagnen gegen Szene-Läden der extremen Rechten

Wider die Veralltäglichung: In vielen Orten existieren Läden, die die extreme Rechte – vor allem in ihrer subkulturellen Ausprägung – bedienen. Ihre Zahl nimmt trotz oft erzwungener Geschäftsaufgaben nicht ab, da an anderem Ort neue Läden öffnen. Mancherorts werden diese Geschäfte als unproblematisch begriffen oder nicht wahrgenommen. Andernorts haben Kampagnen die Öffentlichkeit sensibilisiert und manchmal sogar für eine Schließung der Läden gesorgt.

Die Normalisierung der extremen Rechten zeigt sich am deutlichsten an der Gewöhnung ihrer Präsenz im Alltag. Dabei geht es nicht nur um NPD-Plakate und Infostände vor Wahlen,RechtsRock hörende Kids und Menschen, deren Staffage von der Bekleidungsindustrie des Spektrums mit seinen ein- und zweideutigen Motiven bedient wird. Die Veralltäglichung zeigt sich auch daran, dass in verschiedenen Regionen Aktivisten der extremen Rechten und auch zum Teil windige Geschäftemacher Läden eröffnen, deren Sortiment die Nachfrage der Szenegänger der subkulturellen und organisierten extremen Rechten befriedigt. Während die zweite Hälfte der 1990er Jahre von einer Ausbreitung der Vertriebsstrukturen des RechtsRock, zunächst über Mailorder und später über Webshops, geprägt war, erobern nun Ladengeschäfte die Städte und die Provinz – allen voran jene Händler, die die große Nachfrage nach “Thor Steinar”-Bekleidung befriedigen. (mehr…)