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Archiv für Oktober 2010

Nach Berlin und Magdeburg: „Thor Steinar“-Ladenschluss 2.0

Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) durch sein „Thor Steinar“-Urteil Mitte August die Rechte der Vermieter zahlreicher Läden gestärkt hat, steigt vielerorts die Hoffnung auf einen baldigen Ladenschluss. Neben den direkt vom BGH behandelten Läden in Berlin und Magdeburg, gibt es nun offenbar auch bei den Steinar-Standorten Plauen, Nürnberg, Halle und Schwerin Bewegung.

Insgesamt öffnen derzeit nach Unternehmensangaben zwölf offizielle Thor-Steinar-Geschäfte die Pforten für die geneigten Konsumentinnen und Konsumenten: Stets nordisch benannt in Berlin („Tønsberg“ und „Tromsø“), Cottbus („Oseberg“), Dresden („Larvik“), Erfurt („Trondheim“), Essen („Oseberg“), Halle („Oseberg“), Magdeburg („Narvik“), Nürnberg („Tønsberg“), Plauen („Oseberg“), Rostock („Haugesund“) und Schwerin („Tønsberg“).

In vielen dieser Städte wird es nach dem BGH-Spruch für „Thor Steinar“ in diesen Tagen ungemütlich. So hat im sächsischen Plauen die Immobilienfirma „Rock Ridge“, Eigentümerin der von „Thor Steinar“ genutzten „Oseberg“-Räumlichkeiten in den Kolonnaden, eine Räumungsklage gegen die in rechtsextremen Kreisen beliebte Modemarke erwirkt. Die entsprechende Entscheidung in diesem Falle soll noch im Dezember 2010 fallen. Der Geschäftsführer der Kolonnaden äußerte sich gegenüber lokalen Medien mit Blick auf die Steilvorlage des BGH optimistisch, dass das Gericht der Klage der Vermieterin statt gebe. Schließlich seien auch in diesem Falle im Vorfeld des Vertragsabschlusses nähere Angaben über die geplante „Thor Steinar“-Ware unterblieben bzw. verschwiegen worden. Man wolle „den Laden raus haben“, so der Manager entschieden. (mehr…)