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‚Pink Panther‘ murders see Nazi ghosts return to haunt Germany

A series of murders by a Neo-Nazi gang has sparked fresh soul-searching in Germany, reports Colin Freeman.

Tucked down a side street a few minutes‘ swagger from a drab, graffiti-covered bus station, the „Eastwear“ clothes store in Zwickau has everything today’s smartly dressed neo-Nazi-about-town could want.

As well as shirts and bomber jackets by the leisure brand Thor Steinar – Germany’s answer to the British skinhead favourites Fred Perry and Lonsdale – there is an extensive wardrobe for those who like their tailoring with rather more attitude, from „Hooligan“ brand gloves through to „Hatewear“ and „Iron Fist“ sweatshirts.

Last week, though, the most sinister item on show was not the T-shirt with the knuckle-duster and crossed baseball bat motif, but the T-shirt pinned to the front counter with a cartoon of the Pink Panther, bearing the logo „Staatsfeind“, or „enemy of the state“.

„It’s just a logo, it doesn‘t have anything to do with neo-Nazi politics,“ insisted the shop assistant, who identified himself only as Thomas, when asked why he had it pinned to the front of his counter. „Eighty per cent of our customers are just normal people anyway, and besides, real neo-Nazis wouldn‘t buy clothes here – they‘d want to stay undetected.“

So why, then, did he anxiously whisk the T-shirt from the display and hide it behind the counter? An obvious clue can be found by visiting a quiet suburban street on the far side of Zwickau, where two weeks ago, a grisly chain of events proved that „real“ neo-Nazis do indeed go for more than just fashion statements. (mehr…)

Nach Berlin und Magdeburg: „Thor Steinar“-Ladenschluss 2.0

Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) durch sein „Thor Steinar“-Urteil Mitte August die Rechte der Vermieter zahlreicher Läden gestärkt hat, steigt vielerorts die Hoffnung auf einen baldigen Ladenschluss. Neben den direkt vom BGH behandelten Läden in Berlin und Magdeburg, gibt es nun offenbar auch bei den Steinar-Standorten Plauen, Nürnberg, Halle und Schwerin Bewegung.

Insgesamt öffnen derzeit nach Unternehmensangaben zwölf offizielle Thor-Steinar-Geschäfte die Pforten für die geneigten Konsumentinnen und Konsumenten: Stets nordisch benannt in Berlin („Tønsberg“ und „Tromsø“), Cottbus („Oseberg“), Dresden („Larvik“), Erfurt („Trondheim“), Essen („Oseberg“), Halle („Oseberg“), Magdeburg („Narvik“), Nürnberg („Tønsberg“), Plauen („Oseberg“), Rostock („Haugesund“) und Schwerin („Tønsberg“).

In vielen dieser Städte wird es nach dem BGH-Spruch für „Thor Steinar“ in diesen Tagen ungemütlich. So hat im sächsischen Plauen die Immobilienfirma „Rock Ridge“, Eigentümerin der von „Thor Steinar“ genutzten „Oseberg“-Räumlichkeiten in den Kolonnaden, eine Räumungsklage gegen die in rechtsextremen Kreisen beliebte Modemarke erwirkt. Die entsprechende Entscheidung in diesem Falle soll noch im Dezember 2010 fallen. Der Geschäftsführer der Kolonnaden äußerte sich gegenüber lokalen Medien mit Blick auf die Steilvorlage des BGH optimistisch, dass das Gericht der Klage der Vermieterin statt gebe. Schließlich seien auch in diesem Falle im Vorfeld des Vertragsabschlusses nähere Angaben über die geplante „Thor Steinar“-Ware unterblieben bzw. verschwiegen worden. Man wolle „den Laden raus haben“, so der Manager entschieden. (mehr…)

Kampagnen gegen Szene-Läden der extremen Rechten

Wider die Veralltäglichung: In vielen Orten existieren Läden, die die extreme Rechte – vor allem in ihrer subkulturellen Ausprägung – bedienen. Ihre Zahl nimmt trotz oft erzwungener Geschäftsaufgaben nicht ab, da an anderem Ort neue Läden öffnen. Mancherorts werden diese Geschäfte als unproblematisch begriffen oder nicht wahrgenommen. Andernorts haben Kampagnen die Öffentlichkeit sensibilisiert und manchmal sogar für eine Schließung der Läden gesorgt.

Die Normalisierung der extremen Rechten zeigt sich am deutlichsten an der Gewöhnung ihrer Präsenz im Alltag. Dabei geht es nicht nur um NPD-Plakate und Infostände vor Wahlen,RechtsRock hörende Kids und Menschen, deren Staffage von der Bekleidungsindustrie des Spektrums mit seinen ein- und zweideutigen Motiven bedient wird. Die Veralltäglichung zeigt sich auch daran, dass in verschiedenen Regionen Aktivisten der extremen Rechten und auch zum Teil windige Geschäftemacher Läden eröffnen, deren Sortiment die Nachfrage der Szenegänger der subkulturellen und organisierten extremen Rechten befriedigt. Während die zweite Hälfte der 1990er Jahre von einer Ausbreitung der Vertriebsstrukturen des RechtsRock, zunächst über Mailorder und später über Webshops, geprägt war, erobern nun Ladengeschäfte die Städte und die Provinz – allen voran jene Händler, die die große Nachfrage nach “Thor Steinar”-Bekleidung befriedigen. (mehr…)

Mitarbeiter des Neonaziladens greift Jugendliche an

Zwickau. „Wir wollten die Bürger und Bürgerinnen der Stadt über die Machenschaften der Mitarbeiter und die Klamotten, die im „Eastwear“ verkauft werden aufklären.“, so einer der Jugendlichen, die am vergangenen Samstag in der Kreisigstraße Infoblätter an Passant_innen verteilten.

Das Geschäft vertreibt eindeutig neonazistische Artikel, wie z.B. Kleidung und DVDs. Während der ursprüngliche Begründer des Ladens aus dem Umfeld des verbotenen „Blood an Honour“ Netzwerkes stammt, hat sich die inhaltliche Ausrichtung auch nach Betreiberwechsel bis heute nicht verändert und stellt einen wesentlichen Anlaufpunkt für die Zwickauer und sächsische Neonaziszene dar. Unter Nazis beliebte Kleidungsmarken wie „Thor Steinar“ und „Brachial“ werden hier verkauft.

Die Jugendlichen konnten nur kurze Zeit Informationsblätter über die Ausrichtung des Geschäftes verteilen. Der Betreiber des Ladens, Marco H., und Mitarbeiter Michael S. wurden auf die Jugendlichen aufmerksam und kamen aus dem Geschäft. Inhaber Marco H. schlug erst einem Jugendlichen mit der flachen Hand ins Gesicht und verletzte im weiteren Verlauf einen anderen durch einen Faustschlag im Gesicht. (mehr…)

Hintergrund: Die Firma „Brachial“ aus Zwickau

Die Marke „Brachial“ wird, zumindest in Zwickau, vorwiegend von Neonazis getragen. Diese werden durch eine starke Betonung von Männlichkeit, Stärke und nicht zuletzt auch Gewalt im Markenimage in besonderem Maße angesprochen. Zudem agiert die Firma als Sponsor im Bereich der „Fight Club“-Veranstaltungen, welche ebenfalls in extrem rechten Kreisen äußerst beliebt sind. Der Verkauf der Marke „Brachial“ erfolgt überdurchschnittlich stark durch Läden der extrem rechten Szene. Dadurch wird diese indirekt an den Verkaufserlösen beteiligt. Die Gründung der Marke geht mutmaßlich auf einen einschlägig vorbestraften Neonazi zurück. Trotz anhaltender Vorwürfe gab es bis heute keine Distanzierung der Firma „Brachial“. (mehr…)